Von Saphirglas bis Stoßsicherung

Saphirglas

Saphirglas wird aus geschmolzenem pulverisiertem natürlichem Bergkristall hergestellt.

Savonette-Taschenuhr

Die Savonette-Taschenuhr hat einen Sprungdeckel, der sich über eine am Scharnier angebrachte Feder von selbst öffnet, sobald durch Betätigung des Drückers an der Krone die Sprungdeckelfeder, welche den Sprungdeckel geschlossen hält, gelöst wird. Die Sprungdeckelfeder ist, um die mechanischen Notwendigkeiten zu erfüllen, aus Stahl gefertigt. Die stählerne Sprungdeckelfeder greift unter den Wulst des Deckelrandes, um den Sprungdeckel geschlossen zu halten. Wird der Sprungdeckel beim Schließen einfach zugedrückt, reibt der Wulst des Deckelrandes an der Stahlfeder und schiebt diese zurück, bis sie mit einem Klicken wieder zurückschnappt und den Sprungdeckel verschlossen hält. Durch dieses Zudrücken nutzt sich der Deckelwulst ab, um so schneller, je weicher das Material des Sprungdeckels (z.B. Messing, Silber, Gold) ist, bis der Sprungdeckel nicht mehr gehalten werden kann. Dann hilft nur noch ein Austausch des Deckels. Der Sprungdeckel nutzt sich weniger schnell ab, wenn er ebenfalls aus Edelstahl ist. Der Sprungdeckel nutzt sich gar nicht ab, wenn beim Schließen der Drücker an der Krone gedrückt wird, die Sprungdeckelfeder sich dadurch zurückzieht und somit nicht am Gehäusewulst reibt. Die Sprungdeckelfeder braucht ein gewisses Spiel, wenn sie sich durch die Öffnung aus dem Gehäuse schiebt. Durch diese Öffnung dringt Staub ins Gehäuse ein. Eine Savonette-Taschenuhr kann daher nicht staubdicht sein. Wer seine Uhr schützen möchte, kann einen Lederbeutel oder eine Bergmannskapsel für seine Taschenuhr verwenden.

Schlagarten

bim-bam Ein heller und ein dunkler Schlag ertönt zur ½ Stundenzeit 1x, bei voller Stundenzeit die Zahl der Stunde. Westminster oder 4/4 Schlagwerk. Die Westminstermelodie ertönt bei ¼

Schrittschaltmotor

Dient zur Übertragung der elektrischen Impulse des IC auf das Räderwerk einer Quarzuhr. Ein Dauermagnet sitzt auf einerWelle, die über ein Trieb das Räderwerk antreibt. Der IC wechselt im Sekundenrhythmus die Polarität eines Elektromagneten, des sogenannten Stators. Hierdurch wird der Permanentmagnet des Schrittmotors (auch Rotor genannt) abwechselnd angezogen und abgestoßen. Das Räderwerk beginnt, sich ruckartig zu drehen.

Skelettuhren

Heute als Billigversionen wieder gefragt. Ursprünglich sehr feine, mechanische Uhren, deren Brücken und Kloben in Handarbeit ausgesägt wurden. Dadurch wurde das Uhrwerk mit seinen einzelnen Funktionen sichtbar. Das Zifferblatt ist bei diesen Uhren oft nur ein Zifferring, der Gehäuseboden häufig verglast.

Solaruhr

Solaruhren werden sowohl als Wohnraumuhren, wie auch als Armbanduhren hergestellt. Als Wohnraumuhr ist sie beschränkt einsatzfähig, denn sie muß einen Standort haben, der auch im Winter dem durch das ins Fenster einfallende Licht ausgesetzt ist. Größeren Verwendungszweck findet die Solaruhr bei der Armbanduhr. Durch ständige Bewegung des Armes wird die Uhr, selbst wenn sie durch die Bekleidung verdeckt ist, immer wieder dem Lichteinfall ausgesetzt. Bei der Armbanduhr nehmen die Solarzellen fast immer das gesamte Zifferblatt in Anspruch, so daß hier Einschränkungen in der Zifferblattgestaltung vorgesehen sind, auch in der Größe. Die Solarzelle erzeugt durch Lichteinwirkung Energie. Diese Energie wird auf Kondensatorbasis gespeichert, um dann gleichmäßig an den Motor und dem Quartz abzulaufen. Der Betrieb ist wie üblich bei der Quartzuhr. Die Bezeichnung lautet „Gold-Cap“. Die für den Betrieb benötigte Energie kann bis zu einer Reserve von 100 Stunden Ganggenauigkeit gespeichert werden. Das ab 1993 neueste Funk-Solar-System ermöglicht sogar eine Speicherung, die die Gangreserve der Uhr bei völliger Dunkelheit auf mindesten 6 Monate garantiert.

Steinanker

Beim Steinanker sind die Paletten aus synthetischen Rubine

Stiftanker

Diese Form des Ankers verwendet man nur in preiswerten Uhren. Die Zähne des Ankerrades, das bei Stiftankeruhren aus Messing ist, setzen den Anker in Bewegung, indem sie an zwei Stahlstiften entlang gleiten.

Stimmgabeluhr

Fand vor Einführung der Quarzuhr Verwendung. Eine winzige Stimmgabel, die mit zwei Magneten versehen war, wurde durch eine Transistorschaltung in eine Schwingung von 360 Hz gebracht. Das untere Ende der Stimmgabel trug zwei kleine Schaltungen, die in ein Zahnrad von ca. 2,5 mm Durchmesser eingriffen. Dadurch wurde das Räderwerk bewegt. Die hohe Frequenz der Stimmgabel sorgte für einen sehr genauen Gang der Uhr. Reparaturen waren wegen der mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Mechanik (das Schaltrad hatte 300 Zähne) nur unter einem Mikroskop möglich.

Stoppuhr

Meßgerät zum Messen von Zeitintervallen. Wenn die Zeiger einer Stoppuhr stehen, steht auch das Uhrwerk. Im Gegensatz zum Chronographen, bei dem neben Stoppzeiten ja auch immer die Uhrzeit angezeigt wird.

Stoßsicherung

Das empfindlichste Teil eines Uhrwerkes ist die Unruh, deren Lagerzapfen nur wenige Hundertstel Millimeter dick sind. Um Beschädigungen bei Stößen zu vermeiden, dreht sich die Unruh in den heutigen Uhren in gefederten Lagern, die starke Erschütterungen absorbieren. Siehe auch Incabloc.

Die Seite nur für Standuhren   Wanduhren und Tischuhren bei wanduhren-tischuhren.de, Uhren der besonderen Art   Version 2010-05-04 Autor Michael Jostes