Von Micron (mic) bis Mondphasenanzeige

Micron (mic)

ist ein Maß für die Dicke der aufgetragenen Veredlung. 1 Micron = 1/1000 Millimeter.Durch die verschiedenartige Form kann das Verhältnis Millieme zu Micron sehr, sehr unterschiedlich sein. Die Veredelung kann mit verschiedenem Material erfolgen oder auch mit verschiedenen Legierungen (Gold)

Milanaiseband

Das Milanaiseband ist ein Geflechtband aus sehr feinem Metalldraht. Es sieht gut aus, legt sich leicht um den Arm und kann dem Besitzer bei sorgfältiger Trageweise viel Freude bereiten. Ein Milanaiseband sieht um so schöner aus, je dünner die Drähte sind, aus denen es besteht. Je dünner jedoch die Drähte sind, desto höhere mechanische Ansprüche hinsichtlich Zugfestigkeit, Beweglichkeit und Geschmeidigkeit müssen an das Material gestellt werden. Vorwiegend kommt deshalb Gold als Material für Milanaisebänder zum Einsatz. Die größte Anfälligkeit besteht gegenüber Fehlbeanspruchung. Absolut zu vermeiden ist ein Knicken des Bandes, weil die Drähte den Stauch- und Zugkräften an der Knickstelle nicht standhalten. Auch leichtes Biegen kann zum Bruch führen, wenn nach wiederholtem Mal das Material ermüdet. Dies kommt vor beim Glattstreichen des Bandes, wenn der Träger die Uhr nach dem Abnehmen in ein flaches Etui oder z.B. auf den Nachttisch drückt, entgegen der dem Arm angepaßten Formgebung. Auch ein zu lockeres Tragen am Handgelenk ist abträglich. Beim Ablegen des Armes auf eine glatte Fläche wird das Band jedesmal - vom Träger meist unbemerkt - mechanischen Einwirkungen ausgesetzt. Ist die Legierung in dem spröderen 333/- Gold gewählt, verstärken sich die Risiken zusätzlich. Es gibt zwei Arten, ein Milanaiseband vom Ansatz zum Verschluß schmaler verlaufen zu lassen. Die einfachere Methode ist, ein Endlos- oder Meterband auf die erforderliche Armbandlänge zuzuschneiden und das eine Ende in den schmaleren Verlauf zu quetschen. Größere Geschmeidigkeit und Bruchfestigkeit sowie gefälligeres Aussehen wird erreicht, wenn jedes Band einzeln geflochten wird aus einem Draht, der selbst dünner wird. Im Band sind dann die Zwischenräume zwischen den Drahtbahnen gleich groß, und der Verlauf des Bandes wird durch dünner werden des Drahtes erzielt.

Mineralglas

Aus großen Glastafeln werden Roden ausgeschnitten, die dann zunächst auf vollautomatischen Schleifmaschinen im Umfang an den beiden Facetten geschliffen werden. Keine Muschel darf nach diesem Prozeß an der Kante des Mineralglases sichtbar sein.Nach dem Schleifen durchlaufen die Gläser zum ersten Mal eine Waschanlage mit insgesamt 8 Bädern und einer Lufttrocknung am Ende. Früher wurden Mineralgläser mit Flourchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) gewaschen, welches aber nach der heutigen Meinung der Wissenschaftler die Ozonschicht zerstört. Dann kommen die Gläser in entsprechenden Transportgestellen für mehrere Stunden in ein Salzbad. Durch einen Austausch zwischen den großen Kaliumionen, die in das Glas eindringen und die Natriumionen herausdrücken, wird die Glasoberfläche unter Spannung gesetzt. Diese Spannung ist bedeutsam für die Bruchfestigkeit des Glases. Die Eindringtiefe der Ionen und damit die Höhe der Druckspannung, die in den beiden Oberflächen des Uhrglases erzeugt werden, kennzeichnet die Qualität. Diese Größe ist nur meßbar, wenn man das Glas zerschneidet und dann spannungsoptisch die Eindringtiefe und die Spannung ermittelt. Deshalb ist bei Mineralgläsern Qualität Vertrauenssache. Nach dem Härten durchlaufen die Gläser ein zweites Mal die Waschanlage mit entsprechend geänderter Zusammensetzung der Waschmittel, so daß am Ende absolut saubere Gläser herauskommen. Die vielen Arbeitsgänge, die zu einer hohen Qualität führen, sieht man dem fertigen Mineralglas nicht an. Deswegen gibt es auf dem Markt auch Gläser, die entweder nur einem Wärmeprozeß, dem sogenannten Tempern, unterworfen sind (das Glas wird aufgeheizt und langsam abgekühlt) oder auch solche, die nicht einmal dieser Behandlung unterzogen wurden. So erklären sich dann auch solche Preisunterschiede.

Minutenrad

Das Minutenrad hat seinen Namen, weil es den Minutenzeiger einer Uhr trägt. Es hat seinen Platz in der Mitte des Uhrwerkes und dreht sich einmal in der Stunde.

Mondphasenanzeige

Unter einem Ausschnitt im Zifferblatt dreht sich eine Scheibe, auf die die verschiedenen Mondphasen aufgedruckt sind. Die in den heutigen Quarzuhren verwendete Anzeige wird meist über die Datumsanzeige gesteuert und ist daher sehr ungenau.

Die Seite nur für Standuhren   Wanduhren und Tischuhren bei wanduhren-tischuhren.de, Uhren der besonderen Art   Version 2010-05-04 Autor Michael Jostes